Die Beschreibung im Reiseführer klang ja
nicht schlecht, konnte aber nicht annähernd beschreiben, was
ich an jenem Tag im August 1999 zu Gesicht bekommen sollte: Eine
unglaubliche Tempelanlage aus griechischer Zeit, die Überreste
der Stadt Akragas. Zwei noch relativ gut erhaltene Tempel
und mehrere stark zerstörte Tempelanlagen betten sich in eine
verbrannte, aber ebenso gold wie die Tempel leuchtende
Landschaft ein. Die Sonne brennt vom Himmel, Sizilien wird von
einer Hitzewelle heimgesucht und ich laufe gemütlich durch die
verschiedenen Tempelbezirke - in lange Jeans gekleidet, versteht
sich. Ich genieße die Landschaft, ein Genuss, welcher leider
durch die Hochhauskulisse von Agrigento gestört wird.
Aufgrund der Hitze ist zum Glück nicht zu viel los, so dass ich
mir einen guten Teil des archäologischen Parkes, in welchem
sich die Tempel befinden, relativ in Ruhe anschauen kann.
Der Tempelbezirk wird von der Via dei
Templi zweigeteilt, vom zentralen Parkplatz hat man Zugang
zu beiden Teilen. Im westlichen Teil befinden sich die
Ruinen des Zeustempels, des Tempio di Giove Olimpico,
welcher wie die meisten Tempel durch Erdbeben zerstört wurde.
Er war einst einer der größten des Mittelmeerraums: ca. 110m lang
und ca. 50m breit, mit 21m hohen Säulen.
Danben stehen die Reste des Tempels von Castor und Pollux
(Tempio dei Dioscuri), welche allerdings im 19.
Jahrhundert wieder aufgerichtet wurden. Heute stellen die vier
Säulen das Wahrzeichen Agrigentos dar - ich habe sie von hinten
fotografiert und zum Logo dieser Homepage gemacht (siehe oben
rechts).
Weiter